Wir versuchen, vorab Ihre Fragen zu beantworten. Sofern Ihre Frage nicht aufgeführt sein, stellen Sie uns einfach eine Anfrage über das Kontaktformular, per E-Mail an info@dmelektro-gmbh.de oder telefonisch unter 06135- 550 98 60

Wallboxen+ Ladestationen:

F: Welche Voraussetzungen benötige ich für die Installation einer Wallbox/ Ladestation?

A: Dies ergibt sich aus mehreren Punkten:

Die Wallbox sollte an einem Ort installiert werden, der leicht zugänglich ist und an dem das Elektrofahrzeug bequem geparkt werden kann. Dies ist in der Regel die Garage, ein Carport oder ein Außenstellplatz. Dabei kann die Wallbox an eine tragfähige Wand oder eine Stele montiert werden.

Wichtig ist, dass der ausgewählte Installationsstandort über einen Stromanschluss verfügt oder dieser dort hin verlegt werden kann. Für den Anschluss der Wallbox wird möglichst ein Dreiphasenwechselstromanschluss (400 Volt) benötigt. 11 kW Wallboxen erfordern eine Stromstärke von 16 Ampere und 22 kW Wallboxen von 32 Ampere. Der Hausanschluss muss zudem ausreichend dimensioniert sein, um die zusätzliche Last der Wallbox zu tragen und es muss genügend Platz im Stromverteilerkasten vorhanden sein, um die zusätzlichen Sicherungen und Schalter (FI-Schalter und ggf. Leitungsschutzschalter) unterzubringen. Dies können wir gerne für Sie überprüfen

Für smarte Wallboxen, die über eine App gesteuert werden können, ist eine stabile WLAN- oder LAN-Verbindung am Installationsstandort erforderlich.


F: Sind alle Wallboxen mit meinem E-Auto kompatibel?
A: Die Wallboxen sind durch ISO standardisierte und -normkonforme Stecker mit allen gängigen Elektroautos mit dem europäischen Standardstecker Typ 2 kompatibel. Informieren Sie sich bitte vor der Konfiguration der Ladeleistung über die Höhe der Ladeleistung, für die Ihr Elektroauto zugelassen ist.

F: Brauche ich eine Genehmigung für meine Wallbox?
A: Die Anmeldung beim örtlichen Netzbetreiber ist vor der Inbetriebnahme einer Ladeeinrichtung für ein Elektrofahrzeug grundsätzlich Pflicht.
Neue Wallboxen mit mehr als 4,2 kW müssen zukünftig durch den Netzbetreiber steuerbar sein und unterliegen seit 1.1.2024 der Regelung des §14a des Energiewirtschaftsgesetzes zur Förderung Erneuerbarer Energien (EnWG). Hintergrund für das neue Gesetz sind potenzielle Netzengpässe. Der reguläre Haushaltsstrom bleibt von dieser Regelung unberührt und es gibt klare Vorgaben zur Leistungsbegrenzung, wie eine Mindestleistung von 4,2 kW bei Wallboxen.
Der Netzbetreiber darf im Gegenzug den Anschluss steuerbarer Verbrauchseinrichtung nicht mehr wegen Überlastung des Netzes verzögern oder ablehnen. Grundsätzlich müssen Wallboxen mit einer Ladeleistung über 11 kW vom Netzbetreiber genehmigt werden.:: .

F: Haben Wallboxen integrierte Sicherungen und FI-Schutzschalter? 
A: Ein Fehlerstromschutzschalter (FI-Schalter) ist notwendig, um die Sicherheit zu gewährleisten. Moderne Wallboxen haben oft einen integrierten DC-Fehlerschutz.
Für die Installation einer Wallbox sind ein DC-Fehlerstromschutz (>6 mA) sowie ein AC-Fehlerstromschutz (>30 mA) verpflichtend. Die meisten Ladestationen verfügen bereits über den teuren DC-Fehlerstromschutz. Einige sogar über den AC-Fehlerstromschutz.
Der Leitungsschutz betrifft die Zuleitung des Hauses zur Wallbox. Dort muss zwingend einen Leitungsschutz nachgerüstet werden, sofern noch kein normgerechter Leitungsschutzschalter besteht.

F Kann ich mein Auto über PV-Strom laden?
A: Ja, aber nicht alle Ladestationen sind Überschuss-Ladefähig. Bei vielen kann man dies aber mittels Zusatzkomponenten ermöglichen.
Beim Laden mit Solarstrom wird die Leistung Ihrer Wallbox auf den Überschuss eingestellt, der ins Netz geladen wird. Wallboxen in Privathaushalten sind üblicherweise dazu in der Lage mit 11 kW zu laden. Diese Ladeleistung überschreitet häufig die PV–Einspeisung ins Netz.
Aus diesem Grund ist es sinnvoll die Leistung der Wallbox zu drosseln.
PV-fähige Ladestationen können die Ladeleistung dynamisch an die aktuelle Stromerzeugung anpassen. Dadurch verlängert sich der Ladevorgang und der Anteil des Solarstroms wird erhöht. Durch den höheren Anteil an Solarstrom, lädt man insgesamt günstiger. Je nach EEG–Vergütung, Größe der PV Anlage und aktuellem Strompreis kann man merklich Geld sparen.


F: Was bedeutet Bidirektionales Laden?

A: Eine auf das bidirektionale Laden vorbereitete Wallbox ist eine fortschrittliche Ladestation, die hardwareseitig für das bidirektionale AC-Laden mit geeigneten Elektrofahrzeugen vorbereitet ist. Mit intelligenten Steuerungsalgorithmen ermöglicht sie die Nutzung von überschüssigem Strom aus erneuerbaren Energien, was sowohl die Netzstabilität unterstützt als auch die Energiekosten senkt.

Sobald die gesetzlichen Rahmenbedingungen für bidirektionales Laden geschaffen sind, kann die Aktivierung laut Hersteller über ein Software-Update erfolgen. Dank zahlreicher Schnittstellen, der einfachen Anbindung an eine PV-Anlage, einem integrierten MID-Zähler zur kWh-genauen Abrechnung des Ladestroms und der V2G-Funktion nach ISO 15118 ist die Wallbox für die Zukunft gerüstet.
Zudem kann das Fahrzeug überschüssigen Strom aus Solar- oder Windenergieanlagen speichern und bei Bedarf wieder abgeben, was zur besseren Nutzung erneuerbarer Energien beiträgt.

F: Kann ich meine Wallbox selbst installieren?
A: Die Installation muss von einem qualifizierten Elektriker durchgeführt werden, da für die Installation einer Wallbox Starkstrom erforderlich ist. Eine Eigeninstallation ist aus Sicherheitsgründen – unab­hängig von ihrer fach­lichen Qualifikation – nicht erlaubt.

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